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Buddhas Lehre - Die Grundlagen

Buddhist werden - wie?

Bekannt unter der Bezeichnung der drei Juwelen, nimmt Zuflucht mit Hilfe eines kleinen Rituals zu Buddha, Sangha und Dharma.

Wobei Dharma die Lehre darstellt. Die Begrifflichkeit Zuflucht bedeutet dabei, den Weg und die Lehre Buddhas zu folgen.
Wir benötigen eine Zuflucht, welche außerhalb des ewigen Kreislaufes von Wiedergeburt und Tod, also außerhalb von Samsara liegt.

Zuflucht bei anderen Menschen kann man gerade auch auch aus diesem Grund nicht finden, da diese noch in dem ewigen Kreislauf gebunden sind.

Um die Zuflucht zu erhalten, muss man folgende Pflichten und Regeln befolgen:

1. Töte niemals. Weder Mensch, noch Tier
2. Nehme niemals etwas, was dir nicht gegeben worden ist
3. Übe dich im Umgang mit den rechten Sinnen
4. Rede nie schlecht über andere und verbreite keine Lügen
5. Behalte ein reines und klares Bewusstsein und trübe diese niemals durch Zurhilfenahme anderer Substanzen

Folgende vier Wahrheiten bilden Buddhas Lehre

  1. Zum Leben gehört Leid und Freude, solange der Geist seine Natur nicht erkannt hat. Tod, Alter und Krankheit sind unvermeidbar und werden als unangenehm erlebt.
  2. Warum der Geist seine Natur nicht sieht - dafür gibt es bestimmte Ursachen.
  3. Jeder kann erleuchtet werden und die Natur seines Geistes erkennen.
  4. Um all dieses zu erreichen, gibt es praktische Mittel.

Nichts muss ohne Prüfung vorausgesetzt oder geglaubt werden - Buddhas Lehren kennen keine Dogmen (Dogma*DG).
Die in einem innewohnende Möglichkeit, der vollen Entfaltung ist das Ziel.

Buddha's LehreHinzu zum Aufbauen von Wissen, kommt als praktisches Mittel Meditation, um dauerhaftes Glück zu erreichen hinzu: Das Verstandene wird dadurch zur eigenen Erfahrung.

Man achtet ergänzend darauf, leidbringendes Verhalten und Zorn zu vermeiden.

*DG: Unter Dogma versteht man eine grundlegende, normative Lehraussage deren Wahrheitsanspruch als unumstößlich festgestellt wird oder eine feste Definition.

Dharma

Im Buddhismus gibt es drei große Abkopplungen. Den tantrischen Buddhismus, den kleinen Wagen und den großen Wagen.

In all diesen Unterformen, liegen keine eigentlichen Dogmen wie im christlichen Sinne vor.

Ferner gibt es hier nur wenige Thesen, welche von allen Anhängern gleichermaßen als wahr anerkannt werden. Aufgrund der Vielschichtigkeit des Buddhismus, ist es fast unmöglich, eine einzige, zugrunde liegende Lehrer herauszustellen.

Einzig und alleine die Annäherung der Einstimmigkeit, bildet die theoretische Grundlage der edlen Weisheiten.

Die Abwesenheit des Seins, die unerträgliche Leichtigkeit, umschreibt dabei die erste Wahrheit.

Nichts ist dauerhaft - alles ist unbeständig. Selbst das "Ich" ist unbeständig.
Das "Ich" umschreibt dabei lediglich einen psychosomatischen Zustand. alle Dinge, welche wir in der Welt begegnen, sind die daraus resultierenden Geschehnisse des neuen Entstehen.

Den Ursprung des Leidens, den Durst der Begierde, umschreibt die zweite Wahrheit.

Alle Formen von Verlangen (Sinnlichkeit, langes Leben etc.) ketten sich dabei an den Kreislauf der Widergeburt. Buddhisten bezeichnen dieses als das ursprüngliche Entstehen alle Dinge.

Das Leid kann ein Ende haben. Dieses umschreibt die dritte Wahrheit der Buddhisten - der Eintritt ins Nirwana.

Das Nirwana steht am Ende des Kreislaufes der Widergeburt - dieser Zustand kann nicht in Worte gefasst werden.

Dieser Zustand ist als vollkommende Ruhe zu betrachten und nicht als Aufhebung des Seins.

Die vierte Wahrheit beschreibt die eigentliche Soteriologe der Lehre(Erlösungslehre) der Buddhisten - der edle achte Pfad.

Dieser edle achte Pfad setzt sich verschiedenen religiösen Praktiken zusammen, welche oft in drei Kategorien eingeteilt werden.

Diese sind: Weisheit, Moral und Meditation.

Die Begierde als die Ursache der Widergeburt, des daraus entstehenden Leidens - entspringt aus der Unwissenheit über die wahren Dinge der Natur.

Verblendung, Verlangen und Hass fesseln uns an das Samsara an den Kreislauf der Widergeburt. Die Ursache und Wirkung sind im Buddhismus untrennbar miteinander verbunden.

Dieses Gesetz der Kausalität wird im allgemeinen auch als Karma bezeichnet. Bei der Kausalität handelt es sich dabei nicht um eine bewusste, sondern vielmehr um einen automatisch ablaufenden Vorgang.

Die drei Arten des Karma: Des Geistes, des Wortes und des Körpers. Im Buddhismus zählt viel mehr die Absicht als die Tat als solches. Diese prägen den Geist über den Tod hinaus. Diese karmischen Prägungen sind jene, welche eine Widergeburt nach sich ziehen.

Nirwana und Samsara

Nirwana und Samsara beschreiben die "bedingte" Welt als Samsara und das "innere" frei sein als Nirwana.

Im Buddhismus wird der Zustand des völligen Friedens, frei von Leid sein als Nirwana bezeichnet.
Bei dieser Anschauung muss man alle Fesseln an Samsara ablegen, um das Nirwana zu widerfahren.